Private Krankenversicherung – kein Ansturm auf den Basistarif

Verbraucher zeigen bislang kaum Interesse an dem neuen Basistarif der Privaten Krankenversicherung (PKV), der vor seinem Start zum Jahresbeginn zu heftigen Streit geführt hatte.

Große Versicherer mit Millionen von Mitgliedern verzeichneten im Januar nur wenige Dutzend Beitritte in den neuen Tarif, wie eine Stichprobe der Nachrichtenagentur AP ergab. Die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt sagte am Mittwoch, diese zeige, wie löchrig die Argumentation der privaten Krankenversicherungen im Kampf gegen den Basistarif sei.
Gleichzeitig erinnerte Sie an die seit 1. Januar geltende Versicherungspflicht. Wer früher privat versichert war und keinen Schutz mehr hat, muss sich erneut versichern. Vor allem für diese Gruppe der Nichtversicherten, die das Gesundheitsministerium auf 20.000 bis 25.000 schätzt, ist der neue PKV-Basistarif gedacht. Er deckt die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ab und darf auch nicht mehr kosten als diese. Jeder Berechtigte muss unabhängig von seinem Gesundheitszustand aufgenommen werden, notfalls müssen die Versicherer Geringverdienern einen Teil des Beitrags erlassen.

Gerade wegen dieser gesetzlichen Vorgabe hatten die Privatversicherer den Basistarif heftig kritisiert und wollen ihn vom Bundesverfassungsgericht kippen lassen. Sie argumentierten, der neue tarif untergrabe das Geschäftsmodell, weil er mit 570 EUR Höchstbeitrag nicht Kostendeckend sei. Der Zuschussbedarf treibe die Kosten für alle private Krankenversicherte – insgesammt rund 8,5 Millionen Krankenvollversicherte – in die Höhe.

Doch hält sich der Zustrom vorerst in sehr engen Grenzen. Der Marktführer Debeka mit rund zwei Millionen Krankenvollversicherten teilte mit, man habe in den ersten Wochen nach Inkrafttreten nur 30 Personen neu in den Basistarif aufgenommen. Zwar seien insgesamt 644 im Basistarif versichert. 614 von ihnen wurden aber aus dem „modifizierten Standardtarif“ übernommen, dem Vorgänger des Basistarifs, der nach ähnlichen Bedingungen funktionierte.

Die Barmenia verzeichnete per Mitte Februar insgesamt 220 Versicherte im Basistarif, einschl. der „übertragenen Bestände“ aus dem Standardtarif. Die HUK-Coburg erklärte, im Januar seien 53 Personen in den neuen Basistarif aufgenommen worden. Der Verband der Privaten Krankenversicherung hat nach Angaben von Sprecher Stefan Reker noch keine „konsolidierte Zahlen“ von seinen 47 Mitgliedern. Bekannt sei aber, dass 5500 Menschen aus dem Standarftarif automatisch in den neuen Tarif übernommen worden seien. Weitere neue Mitglieder aus der Gruppe der Nichtversicherten seien „nicht in riesigen Größenordnungen“ zu erwarten, sagt er.

Doch dürfen seit 1. Januar nicht nur Nichtversicherte, sondern auch PKV-Mitglieder aus dem Bestand in den Basistarif wechseln. Bis 30. Juni dürfen sie die nicht nur bei ihrem bisherigen Versicherer, sondern auch bei der Konkurrenz wahrnehmen. Da hier noch kein Zeitdruck herrsche, sei nicht einzuschätzen, wie viele Menschen nicht in den Basistarif  kämen, sagte PKV- Sprecher Reker. Nutzen viele Versicherte den Tarif, könnte sich eine „giftige Spirale“ entwickeln, meinte er. Denn gewählt werde er wahrscheinlich nur vor jenen, für die jeder andere Tarif zu teuer ist – also vor allem Menschen mit Gesundheitsproblemen . Gerade bei ihnen sei der Basistarif aber nicht kostendeckend.

Bevor Sie in die private Krankenversicherung wechseln, oder die Versicherungsgesellschaft wechseln, sollten Sie einen Versicherungsvergleich durchführen. Nur so können Sie die für Sie passende private Krankenversicherung finden.

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Ihr
Siegmar Bührle

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