Test bestätigt “Zwei Klassen-Medizin”

Ich habe heute (2.4.2008) in der Marbacher Zeitung einen sehr interessanten Artikel gelesen. Als ich mit dem Lesen des Artikels fertig war wusste ich sofort, das muss in meinem Blog rein.

“Test bestätigt Zwei-Klassen-Medizin”

Warum berichte ich über die Studie in meinem Blog. Das hat im wesentlichen zwei Hintergründe.

  1. Finde ich es nicht in Ordnung, dass Patienten einer gesetzlichen Krankenkasse länger warten müssen und somit schlechter behandelt werden.
  2. Fühle ich mich bestätigt in meiner Werbung “Wie Sie Patient 1. Klasse werden können”.

Ich stelle Ihnen im folgenden kurz die Ergebnisse und Hintergrundinformationen zu dem Artikel vor.

Hintergrund:

Für die Untersuchung wurden im Frühjahr 2006 insgesamt 189 Facharztpraxen aus dem Raum Köln/Bonn/Leverkusen kontaktiert. Die Tester gaben sich entweder als normalen Kassenpatient oder als Privatpatient aus und baten um eine von fünf ausgewählten Untersuchungen.

Nach der Kontaktaufnahme wurden dann die Werktage gezählt, die zwischen dem Anruf und dem möglichen Termin lagen. Die Terminwünsche bezogen sich auf einen allgemeinen Allergietest, einen Lungenfunktionstest, eine Pupillenerweiterung, eine Magenspiegelung, einen Hörtest und eine Magnetresonanztomografie.

Ergebnisse:

  • Allergietest: mit 26 Tage als gesetzliche Krankenversicherung und 8 Tage private Krankenversicherung
  • Pupillenerweiterung: mit 25 Tage als gesetzliche Krankenversicherung und 8 Tage private Krankenversicherung
  • Magenspiegelung: mit 37 Tage als gesetzliche Krankenversicherung und 12 Tage private Krankenversicherung
  • Hörtest: mit 7 Tage als gesetzliche Krankenversicherung und 2 Tage private Krankenversicherung
  • Magnetresonanztomografie des Knies: mit 14 Tage als gesetzliche Krankenversicherung und 5 Tage private Krankenversicherung

Wie die Auswertung ergeben hat, sind die Zeitunterschiede bei Magenspiegelung (25 Tagen). Wie Experten berichten, können die Beschwerden, die eine Magenspiegelung erforderlich machen, auf Erkrankungen wie Blutungen und/oder Krebserkrankungen zurückgehen. Gerade bei solchen Beschwerden ist zur rechtzeitigen Behandlung das Erkennen wichtig und gerade hier klaffen die Fugen auseinander. Dadurch erhalten wir in Deutschland eine Zwei-Klassen-Medizin!

Wie Jörg-Dietrich Hoppe (Präsident der Bundesärztekammer) sagt, “Zu den Wartezeiten für gesetzlich Versicherte kommt es, weil oftmals die vorgegebenen Budgets vor Ende des Quartals ausgeschöpft sind. Viele Ärzte behandelten Patienten in den letzten Tagen und Wochen des Quartals kostenlos oder versuchen, nicht akut notwendige Behandlungen zu verlegen“.

Folgerung:

Ich frage mich, kann und darf das sein? Ist es OK, wenn aus reinen Budgetgründen erforderliche Behandlungen einfach verschoben werden? Ich bin für mich zur Meinung gekommen, dass es eigentlich nicht sein darf. Ich kann deswegen nur Empfehlen, bei seiner Gesundheit nicht zu sparen.

Ernähren Sie sich Gesund, Essen Sie nur hochwertige Lebensmittel (z.B. Bio, Vollkorn, …), treiben Sie Sport, Arbeiten Sie hart und nehmen Sie aber auch Auszeiten und sparen Sie nicht an dem Versicherungsschutz im Bereich Ihrer Gesundheit. Wenn Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind und nicht in eine private Krankenversicherung wechseln können, ergänzen Sie Ihren Versicherungsschutz mit einer privaten Krankenzusatzversicherung.

Kurz gefasst: Investieren Sie in ihre Gesundheit!

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