Emerging Markets – Renditechancen rund um den Globus

Steigende Wachstumszahlen, eine vorteilhafte Demographie und solide Staatshaushalte bieten gute Renditechancen – bei immer besser einschätzbaren Risiken – das sind die Chancen, die einem die Emerging Markets bieten. Diesem sehr spannenden Thema widmet sich unser heutige Gastbeitrag der Investmentgesellschaft HSBC Global Asset Management.

Die Emerging Markets können weiterhin mit starken Wirtschaftsdaten überzeugen. Die dynamischen Regionen rund um den Globus – von
China über Indien und Brasilien, bis hin zu Thailand, Vietnam und Türkei – zeigen beträchtliche Wachstumsraten. Zum Beispiel die Länder
Südamerikas: Auf dem April-Treffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) machte José De Gregorio, Präsident der chilenischen Zentralbank,
auf die positiven Entwicklungen in Chile, Paraguay oder Peru aufmerksam. So überschritt das reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts
(BIP) von Paraguay im Jahr 2010 die Marke von 15 Prozent – laut De Gregorio die beste wirtschaftliche Performance Paraguays
seit den 1950er Jahren und eine der höchsten Wachstumsraten der Welt.

Tauchen Sie daher jetzt mit ein, in ein das extrem spannende Zukunftsthema, der Kapitalinvestition in den Emerging Markets

Emerging Markets – gute Renditechancen rund um den Globus

Vor diesem Hintergrund zeichnet sich eine Verschiebung in den Gewichten der Weltwirtschaft ab: Bereits 2012 könnten die Emerging Markets gemeinsam rund die Hälfte zum weltweiten Bruttosozialprodukt beitragen.

Die Juni-Prognosen des IWF offenbaren die Schere zwischen den Emerging Markets und den Industrienationen. Liegt das erwartete Wachstum für 2012 für letztere bei 2,6 Prozent, könnten Schwellen- und Entwicklungsmärkte mit 6,4 Prozent mehr als doppelt so stark wachsen. Gerade China setzt seit Ende der 1970er Jahre auf zunehmende internationale Wirtschaftsverflechtung und erzielt damit seine beeindruckenden wirtschaftlichen Wachstumsraten.

Einer Studie der HSBC zufolge wird die Weltwirtschaft durch das rasante Wachstum einen Wandel mit seismischen Ausmaßen erleben (1). Unsere Experten haben die dreißig größten Volkswirtschaften untersucht und nach der Größe des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2050 geordnet. Das Ergebnis: Gemeinsam werden sich die heute noch als „emerging“ bzw. „aufstrebend“ eingestuften Volkswirtschaften innerhalb der nächsten 40 Jahre in ihrer gesamten Wirtschaftsleistung verfünffachen. Das größte BIP wird den Prognosen zufolge China erwirtschaften, so dass die Volksrepublik die USA auf den zweiten Platz verweisen wird.

Konsum, Infrastruktur und Rohstoffe

Für Kapitalanleger bieten die Emerging Markets gute Renditechancen bei immer besser einschätzbaren Risiken. Denn die Emerging Markets überzeugen insbesondere durch fünf Faktoren: wachsende Konsumausgaben, vorteilhafte Demographie, Infrastrukturausbau, Rohstoffreichtum und geringe Staatsverschuldung.

Längst haben die Emerging Markets vielerorts ihre infolge der Wirtschaftskrise gesunkenen Exportraten durch das starke Wachsen ihrer Heimatmärkte überkompensiert. Dem liegt der grundsätzliche Nachholbedarf in Schwellenländern zu Grunde – sei es bei Luxusmarken oder im Straßenbau. Zudem wächst die kaufkräftige Mittelschicht. Gehörten 2005 rund 400 Millionen Menschen aus Schwellenländern der „globalen“ Mittelschicht an, werden es Expertenmeinungen nach im Jahr 2030 geschätzt mehr als doppelt so viele sein – also über eine Milliarde.

China ist ein besonders anschauliches Beispiel dafür: Die Inlandsnachfrage, insbesondere durch die aufstrebende Mittelklasse verursacht, steigt. Zugleich erhöhen sich die Löhne, was zu einer Anhebung der Kaufkraft der heimischen Arbeiter führt und den Konsum steigert. Daher sind die Experten überzeugt, dass es für den Erfolg einer Marke mittelfristig immer bedeutender sein wird, wie sehr sie in China gefragt ist. In  der Volksrepublik leben rund 477.000 Millionäre und 128 Milliardäre.

Diese investieren gerne in Luxusgüter, und der Bedarf an Statussymbolen scheint in China vergleichsweise hoch zu sein. So erfreuen sich Modeunternehmen wie Hugo Boss und Automobilhersteller wie Daimler oder BMW hoher Absätze. 2009 wurden in China über 13 Millionen Automobilkäufe registriert. (2)

Ähnlich positiv sieht es in Lateinamerika aus: In Brasilien stieg das durchschnittliche Einkommen seit 2005 auf realer Basis landesweit um ein Viertel auf derzeit 1.500 Real. Dies entspricht rund 670 Euro (3). Zugleich sank die Arbeitslosenquote bis September 2010 auf ein Rekordtief von 6,2 Prozent (4). Inzwischen zählen fast 50 Prozent der brasilianischen Bevölkerung zur so genannten Mittelschicht.

Schwellenländer profitieren zudem von ihren Altersstrukturen. Während die Alterspyramide der Industrienationen auf einem dünnen Sockel steht und nach oben hin zunimmt, fußt die Altersstruktur in den Emerging Markets auf einem breiten Fundament junger Menschen.

Nach Schätzungen der United Nations sollen 2025 in der Türkei nur 15 Prozent der Bevölkerung älter als 60 Jahre sein (5). Spitzenreiter ist Indien: Hier ist jeder Dritte jünger als 15 Jahre. Aber auch in Indonesien, Brasilien oder China sind 20 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre (6). Die junge Bevölkerung erhält zudem immer besseren Zugang zu Bildung. Allein in China verlassen jährlich mehr Absolventen die  Hochschulen als in Europa insgesamt überhaupt studieren. So wandelt sich Asien langsam aber sicher vom Billigproduzenten zum Technologieexporteur.

Weiterhin blüht der Infrastrukturaufbau. In Brasilien fördern insbesondere zwei Großereignisse den Ausbau der Infrastruktur: 2014 findet dort die Fußball-Weltmeisterschaft statt, und 2016 werden in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele ausgetragen. Auch in Asien schreitet der Infrastrukturaufbau stark voran. Die chinesische Regierung hat für 2011 den Bau von zunächst zehn Millionen Wohnungen geplant, 36 Millionen weitere Wohnungen sollen folgen. Der vorprogrammierte Bedarf Chinas an Rohstoffen unterstützt zugleich andere Schwellenmärkte. So will Brasilien bis zum Jahr 2020 der viertgrößte Ölexporteur der Welt werden. Zusätzlich profitiert das Land in hohem Maß von den steigenden Rohstoffpreisen – ebenso wie Chile. Das BIP-Wachstum Chiles – in diesem Jahr könnte es laut OECD bei 6,5 Prozent liegen – wird auch durch die derzeit hohen Kupferpreise gestützt. Der Rohstoffreichtum der lateinamerikanischen Länder – in Brasilien befinden sich zum Beispiel zwölf Prozent des immer begehrteren weltweiten Frischwassers – macht die Region zum größten Rohstoffexporteur der Welt (7). Erst im Juni beurteilte der IWF das Wirtschaftswachstum Lateinamerikas als robust und die hohen Rohstoffpreise als wichtigen Faktor für die Binnennachfrage. Diese positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Prognosen stellen längst infrage, ob der Begriff „Schwellenländer“ für die dynamischen Regionen überhaupt noch zutrifft.

Stabile Staatshaushalte und gute Bonität

Die in den vergangenen Jahren deutlich gewordene Widerstandkraft gegen Krisen spricht für die Emerging Markets. Aktuell befinden sich die meisten Staatshaushalte im Plus, und die Gesamtverschuldung beträgt weniger als die Hälfte der Bruttoinlandsprodukte.

Als besonderes Beispiel für die wachsende Zuverlässigkeit der Staatsfinanzen lässt sich Brasilien anführen: Noch bis 2005 nahm das Land die Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch. Heute besitzt der größte Staat Südamerikas Devisenreserven von rund 250 Milliarden US-Dollar. Seit 2009 unterstützt Brasilien den IWF, damit dieser anderen Krisenstaaten helfen kann.

Insgesamt ist die Auslandsverschuldung der lateinamerikanischen Länder gemessen am Bruttosozialprodukt auf rund 20 Prozent gesunken. So konnten etliche Schwellenländer innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte ihre Bonität stetig verbessern. In den frühen 1990er Jahren hatten nur fünf Prozent der Schwellenmärkte das Gütesiegel „Investment Grade“. Das bedeutet, dass nur die wenigsten dieser Länder als grundsätzlich solide Schuldner mit einer Mindestbewertung von BBB- (S&P-Standard) galten. Indes konnten 2010 bereits über 40 Länder diese Einstufung ihrer Kreditwürdigkeit nachweisen. Zudem zeigt die Türkei, wie eine Dekade politischer Stabilität und Strukturreformen ein positive Wende bewirken: Bis 2008 wuchs die Wirtschaft im Schnitt um sechs Prozent (8).

Für Anleger bedeutet das: Kapitalanlagen sind bei guten Renditechancen und immer besser einschätzbaren Risiken möglich. Daher sollten europäische Investoren überdenken, inwiefern „heimatnahe“ Investitionen tatsächlich zukunftsweisend sind. Für Investoren besteht die Gefahr, den größten, langfristigen Wandel der Weltwirtschaft zu verpassen: den Aufstieg der Emerging Marktes zu gleichwertigen Partnern der „alten“ Industrienationen. Dieser Prozess wurde bereits vor über zwanzig Jahren mit der Globalisierung eingeleitet. Weder Aktienverweigerung noch die Flucht in vertraute Regionen wie die Eurozone gelten zukünftig als hilfreich bezogen auf die von Anlegern angestrebten Anlageziele „realer Kapitalerhalt“ und „positive Rendite“. Für die Industrienationen erwarten viele Marktteilnehmer eine jahrzehntelange Abfolge von einerseits geringem Wachstum und andererseits einem wiederholt sinkenden Preisniveau.

Wie dargelegt, sind die Aussichten für die Schwellenmärkte deutlich vielversprechender. Längst steht Investoren auch in diesem Segment ein breites Anlageuniversum zur Verfügung: Aktien, Währungen sowie Staats- oder Unternehmensanleihen. Viele Schwellenländer-Währungen haben sich seit der Lehman-Pleite 2008 gegenüber dem Euro beachtlich entwickelt.

Allen voran profitierte der brasilianische Real mit einer Aufwertung von über 31 Prozent von der guten wirtschaftlichen Entwicklung Brasiliens – gefolgt von einem ebenfalls beachtlichen Plus von über 17 Prozent des polnischen Zloty (9). Zudem ließ die People´s Bank of China den Referenzkurs des Yuan seit Juni 2010 um 5,6 Prozent aufwerten. Die Aufwertung der lokalen Währungen in den Schwellenländern sollte aufgrund der positiven Wirtschaftsdaten und der geringer Verschuldung anhalten.

Neben der langfristig attraktiven Wertentwicklung sprechen weitere Faktoren für Schwellenländer-Anleihen. So ist diese Assetklasse im  Vergleich zu früher deutlich weniger volatil. Des Weiteren ist die Kreditqualität in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen: Aktuell verfügen über 80 Prozent der Schwellenländer-Anleihen über ein Investment- Grade-Rating (10).

Hinzu kommt, dass der Markt für Schwellenländer-Anleihen seit Jahren kontinuierlich wächst: Die Marktkapitalisierung der weltweiten Anleihemärkte liegt aktuell bei rund 90.000 Milliarden US-Dollar. Die Marktkapitalisierung der globalen Schwellenländer-Anleihen dagegen nur bei rund 8 000 Milliarden, also bei knapp neun Prozent. Bislang repräsentiert diese Anlageklasse jedoch erst fünf Prozent der globalen Anleihen-Benchmarks – hieraus resultiert ein deutliches Kurssteigerungspotenzial.

Zudem ist das Anlageuniversum bei Schwellenländer-Anleihen inzwischen sehr diversifiziert und bietet Investoren die Möglichkeit einer breiten Streuung. Bereits 1952 wies der US-Ökonom Harry Markowitz nach, dass Diversifikation das Risiko-Rendite-Profil optimieren kann. Investoren stehen Staatsanleihen, Anleihen supranationaler Organisationen und Unternehmensanleihen zur Auswahl. Diese können in „harten“ Währungen wie dem US-Dollar oder in Lokalwährungen notieren.

In den letzten Monaten haben sich zwei Trends herauskristallisiert: Zum einen dominieren verstärkt Unternehmensanleihen – mehr als 70 Prozent der in 2010 emittierten Hartwährungsanleihen stammen von Unternehmen. Zum anderen erfreuen sich Lokalwährungsanleihen wachsender Beliebtheit.

Pluspunkt – Lokales „Know-how“ für direkten Marktzugang

Vielen Investoren stellt sich die Frage, wie sie Eintritt in die für sie oft noch sehr fremden Märkte erlangen. Attraktive Einzeltitel zu identifizieren ist schwierig. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, bei Investments in Schwellenländer-Anleihen eine andere Form als die Direktanlage zu wählen.

Eine bereits bei Anlagen in Titeln der etablierten Volkswirtschaften bewährte Form sind klassische Investmentfonds. Sie bieten den Vorteil, durch Auswahl verschiedener Anleihen eine breite Streuung und damit attraktive Rendite bei reduziertem Risiko zu ermöglichen. Außerdem ermöglichen sie Investoren, mit einem einzigen Investment mehrere Regionen und Branchen in ihr Portfolio einzubeziehen. Zudem profitieren Anleger hierbei von der Erfahrung des Fondsmanagers. Aufgrund der unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Schwellenländer bieten insbesondere die Fondsmanager Nutzen, die bereits lange vor Ort präsent sind: Sie kennen die lokalen Märkte und Spezifika sehr genau.

Durch eine global vernetzte Wissensstruktur ergeben sich weitere positive Effekte. Zum einen haben die Experten umfassende Einblicke in das tatsächliche Geschäftsleben örtlicher Unternehmen. Zum anderen fördert der enge lokale Kontakt die Qualität ihrer Einschätzungen. Die Nähe  zum Markt schafft folglich Wissen und ermöglicht damit fundierte Anlageentscheidungen.

Ausländische Investoren können also nicht nur vom Wachstum, gesunden Staatshaushalten, treffsicheren Prognosen oder der breiten Aufstellung ihres Depots von den boomenden Schwellenmärkten profitieren. Das örtliche Know-how ihres Asset Managers verbessert zusätzlich die Renditechancen in den Emerging Markets.

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Über den Autor:

OLAF RIEMER
Direktor, Wholesale Business / Insurance Solutions, HSBC Global Asset Management (Deutschland) Olaf Riemer ist seit Januar 2007 bei  SBC Global Asset Management (Deutschland) im Bereich „Wholesale Business / Insurance Solutions“ tätig. In dieser Funktion ist er für die  Entwicklung maßgeschneiderter Asset-Management-Lösungen für Versicherungen sowie für den Vertrieb von Fondsprodukten an unabhängige
Finanzdienstleister verantwortlich. Bevor Herr Riemer zur HSBC-Gruppe kam, war er 15 Jahre für die ERGO Versicherungsgruppe AG tätig, u. a. als Regionalleiter der Victoria Versicherung AG, Geschäftsführer eines Online-Versicherers sowie als Leiter Vertrieb und Marketing der Vorsorge Lebensversicherung AG. Herr Riemer ist Diplom-Ökonom der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg. Außerdem hat er eine Ausbildung zum Investment Consultant der European Business School/ Deutsche Börse AG absolviert.

Quellen:

(1) Vgl. HSBC Research: „Die Welt im Jahr 2050“, Februar 2011.
(2) Quelle: Reuters EcoWin.
(3) Stand: 18.07.2011.
(4) Quelle: Devisenkompass Treasury Research HSBC Trinkaus, Oktober 2010.
(5) Quelle: TURKSTAT, United Nations, Juni 2010.
(6) Quelle: UBS, Januar 2010 und Bloomberg, Oktober 2010.
(7) Quelle: IBGE Instituto Brasileiro de Geografica e Estatistica und Welt Bank.
(8) Quelle: TURKSTAT, United Nations, Oktober 2010.
(9) Quelle: Bloomberg, Zeitraum 01.03.2009 bis 28.02.2011.
(10) Quelle: HSBC, Stand: 28.02.2011.

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