Artikelserie Vergleich gesetzliche und private Krankenversicherung (7) – Beitragsrückerstattung

Nach einem Sonderartikeln zum Thema “gekündigte ebensversicherung” geht es weiter mit der Serie „Vergleich gesetzliche und private Krankenversicherung“. Heute möchte ich kurz auf das Thema „Beitragsrückerstattung“ eingehen, das in der gesetzlichen Krankenversicherung kaum verbreitet ist. Bei der privaten Krankenversicherung spielt dieses Thema jedoch eine entscheidende Bedeutung. Durch diese Programme können privat Krankenversicherte sich selbst für ein kostenschonendes Verhalten belohnen. Doch nun zum Vergleich.

Beitragsrückerstattung bei der gesetzlichen Krankenversicherung

Seit dem 1. April 2007 ist es für jeden gesetzlich Krankenversicherten möglich, sich für einen Wahltarif mit Beitragsrückerstattungen zu entscheiden. Die Auswahl ist im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung jedoch deutlich begrenzt, da nicht alle Krankenversicherungen hierfür einen Wahltarif anbieten.

Die Beitragsrückerstattung bei den Wahltarifen ist an verschiedene Bedingungen geknüpft. Diese sind unter anderem:

  • Das Mitglied selbst und auch eventuell beitragsfrei mitversicherte, über 18-jährige Angehörige ( Kinder und Ehepartner ) dürfen in einem Kalenderjahr keine Leistungen in Anspruch nehmen. Vorsorgemaßnahmen sind von dieser Regel ausgenommen.
  • Das Mitglied selbst muss sich für mindestens drei Jahre an die Krankenkasse binden, wenn man sich für einen Wahltarif entscheidet. Durch diese Bindung wird auch das Sonderkündigungsrecht wegen Beitragserhöhung für die Dauer von 3 Jahren ausgesetzt.

Die Rückzahlungen bei den gesetzlichen Wahltarifen betragen maximal 1/12 des gezahlten Jahresbeitrags, also maximal ein Monatsbeitrag. Eine dauerhafte Garantie des Angebots für einen solchen Wahltarif kann eine gesetzliche Krankenkasse jedoch nicht geben. Sobald die Beitragsrückzahlungen für die Krankenkasse nicht mehr wirtschaftlich ist, darf dieser Tarif nicht weiters angeboten werden.

Beitragsrückerstattung bei privaten Krankenversicherungen

Bei den privaten Krankenversicherungen ist dies völlig anders. Die Art und Weise, sowie der Umfang der Beitragsrückerstattung wird im Krankenversicherungsvertrag, bzw. in dem zugehörigen Tarifwerk geregelt. Es handelt sich hier um eine vertragliche Vereinbarung, die von der Versicherungsgesellschaft nicht einseitig zurückgezogen werden kann, wenn der Tarif sich beispielsweise für die Versicherung nicht mehr lohnt.

Neben Sie keine oder nur geringe Leistungen in Anspruch, erhalten Sie je nach Versicherungsgesellschaft und Tarif Teile Ihrer Beiträge zurück. Die Beitragsrückerstattung wird sogar oft schon für das Kalenderjahr des Versicherungsbeginns gezahlt, selbst wenn das Kalenderjahr noch nicht vollständig ist.

Die Beitragsrückerstattung ist für die privaten Krankenversicherungen ein wesentlicher Bestandteil der Geschäfts- und Versichertenpolitik. Durch dieses Programm bieten die Versicherungen den Kunden einen Anreiz, kostenbewusst mit der Leistung umzugehen. Durch dieses Verhalten haben Sie unmittelbar die Möglichkeit, direkt zu profitieren. Die Höhe der Beitragsrückerstattungen ist je Tarifmodell unterschiedlich. Es gibt Tarife, die eine extrem hohe Beitragsrückerstattung gewähren, so dass z.B. Arbeitnehmer ihren Krankenversicherungsschutz „fast“ kostenlos bekommen, da der Arbeitgeberanteil reicht um die Krankenversicherungsbeiträge zu entrichten.

Bis zum nächsten Beitrag,
ihr
Siegmar Bührle

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