Was Sie bei Immobilienfinanzierungen beachten müssen

Achten Sie bei Immobilienfinanzierungen, dass Sie sich nicht überschulden

Immobilienmakler werben oft damit, dass die Finanzierung einer Immobilie nicht teurer oder sogar günstiger sei, als das Mieten einer Wohnung. Niedrige Monatsraten scheinen das auf den ersten Blick zu bestätigen. Doch Sie sollten bei der Immobilienfinanzierung genau hinsehen. Beachten Sie, dass Sie nicht nur monatliche Raten für Zins und Tilgung haben!

Das 1×1 der Immobilienfinanzierung

Zur monatlichen Belastung gehören nämlich auch das Wohngeld und eine Investitionsrücklage. Die macht bei einem Neubau zwischen 2,00 und 2,50 EUR/m2 und bei einem Altbau sogar 2,50 bis 3,50 EUR/m2 Wohnfläche aus. Außerdem fallen zusätzlich zum Kaufpreis noch Nebenkosten für Notar, Grundbucheintrag, Grunderwerbsteuer und Makler an. Die summieren sich auf rund 5 bis 10% des Immobilienpreises.

Bauherren dürfen niemals so knapp kalkulieren, dass alle Reserven für den Hauskauf aufgebraucht werden, sonst riskieren Sie die Überschuldung. Mehr als 40% des Nettoeinkommens sollte die Immobilie nicht verschlingen. Junge Familien müssen auch daran denken, dass es schnell mal finanziell etwas eng werden kann, z.B. wenn sich ein Nachwuchs einstellt.

Als Faustregel für die Berechnung der monatlichen Belastung gilt folgende Formel: Nominalzins plus Tilgung – mit in der Regel 1 Prozent – durch 12 Monate. Bei einem Zinssatz von 5% pro Jahr, 1% Tilgung, ergibt sich bei einem Darlehn von 100.000 EUR eine Belastung von 6.000 EUR pro Jahr. Das entspricht also 500 EUR pro Monat.

Je weniger Kapital der Bauherr bei der Bank leihen muss, umso geringer fallen die monatlichen Kosten aus. Deshalb ist es unerlässlich, vor dem Hauskauf eigenes Kapital anzusparen. 10 – 20% des Kaufpreises plus die Erwerbsnebenkosten sind das Minimum. Rechen Sie am Besten mit rund 30% des Kaufpreises.

Wer mehr auf der hohen Kante hat, hat gute Aussichten, von einer Bank günstigere Zinskonditionen zu erhalten. Bei der Finanzplanung müssen bereits vorhandene Bausparverträge, Lebensversicherungen, Investmentfonds, Aktien oder andere Sparverträge berücksichtigt werden.

Zur Finanzierung einer Immobilie eignet sich am Besten ein Annuitätendarlehen. Dabei zahlen Sie mit jeder Rate einen Teil Tilgung und einen Teil Zinsen. Der Tilgungsanteil steigt Monat für Monat, anfangs jedoch eher langsam, so dass nach zehn Jahren noch nicht viel getilgt ist. Dann aber geht es schneller voran. Je nach Zins- und Tilgungshöhe ist das Darlehen nach 20 bis 30 Jahren getilgt.

Bei dem aktuellen Zinsniveau ist es ratsam, eine höhere anfängliche Tilgung als 1% , oder zumindest ein Sondertilgungsrecht zu vereinbaren. Damit reduzieren Sie das Zinsrisiko, das nach Ablauf der Zinsbindung besteht, da nicht vorhersehbar ist, wie hoch das Zinsniveau zu diesem Zeitpunkt sein wird. Viele Anbieter räumen Ihnen ein Sondertilgungsrecht in Höhe von bis zu 5% ohne große Zuschläge ein.

Da es auf dem Immobilienfinanzierungsmarkt sehr viele Angebot gibt, rät Stiftung Warentest, mehrere Finanzierungsangebote von unterschiedlichen Banken einzuholen. Am einfachsten macht man das über einen Finanzierungsmakler, der diese Arbeit für Sie abnimmt. Eine unabhängige und unverbindliche Finanzierungsberatung können Sie über untenstehenden Link anfordern.

Große Vorsicht ist bei sogenannten Kombi-Modellen angesagt. Bei diesen Modellen wird nicht getilgt, sondern parallel gespart. Diese Finanzierungsmodelle eignen sich nur für risikobewusste und finanzstarke Gutverdiener und sind absolut nicht für Jedermann!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim realisieren Ihres Immobilientraums – Sie haben es sich verdient!
Ihr

Siegmar Bührle

relevante Links zur Baufinanzierung:

Email:

{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

Next Post:

Previous Post:

brissanter Report …

Gratis Report Viele Verbraucher zahlen nicht nur zu viel für Ihre Versicherungspolicen, sondern besitzen meist auch Versicherungen, die absolut unsinnig sind. Wir empfehlen Ihnen daher unseren Gratis-Report „Welche Versicherung Sie WIRKLICH brauchen - und welche Sie getrost kündigen können“, den Sie gleich hier per E-Mail anfordern können...
E-Mail:

Werbung:

Email: