Welche Versicherung zahlt den Schaden nach dem Hochwasser

Nach ersten Auswertungen der Versicherungsbranche geht das Jahr 2008 voraussichtlich als eines der Jahre mit den höchsten Opferzahlen durch Naturkatastrophen in die Statistik ein. Allein der Zyklon Nargis in der Region Mayanmar hat ca. 138.000 Tote und Vermisste zu verzeichnen. Die wirtschaftlichen Gesamtschäden sind auch nicht weniger gering. An zweiter Stelle mit ca. 10.000 Mio. US$ schlägt die Überschwemmung in den USA vom Juni zu Buche.
Deutschland ist aktuell auf der Liste mit den größten Naturkatastrophen nicht zu finden, jedoch heißt das nicht, dass es bei uns keine Schäden aus Naturkatastrophen gibt. Gerade das Thema Überschwemmung hält uns auch in Deutschland jedes Jahr in Atem.
Zum Teil lassen sich die Risiken von Hochwasser über Versicherungen abdecken. Doch im Schadensfall ist es nicht auf den ersten Blick klar, welche Versicherung für den Schaden aufkommt, deswegen hier diese Übersicht.

Versicherungsschaden: Grundsatz bei Hochwasserschäden

Grundsätzlich wird eine Überschwemmung als Elementarschaden eingestuft. Elementarschäden sind Schäden durch sogenannte Elementargewalten. Hierzu zählen neben dem Hochwasser auch Erdbeben, Endsenkungen, Erdrutsche, Schneedruck und Lawinen.
All diese Schäden können über eine sogenannte Elementarschadenversicherung abgedeckt werden. Oft wird jedoch vermutet, dass z.B. ein überfluteter Keller auch über die Hausratversicherung abdecket ist, etc. – doch dies ist oft nicht der Fall.

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Der überflutete Keller ist ein Fall für die Elementarschadenversicherung!

Wenn der Keller geflutet ist mit den daraus folgenden Schäden ist das kein Fall für die Hausratversicherung oder Wohngebäudeversicherung. Überschwemmungsschäden – und hierzu zählen auch geflutete Keller, können über eine Elementarschadenversicherung abgedeckt werden. Die Elementarschadenversicherung lässt sich als eigenständige Versicherung, oder als Zusatzversicherung zur Wohngebäudeversicherung, abschließen.
Oft wird angenommen, dass die Hausratversicherung auch Wasserschäden beinhaltet. Das ist zum Teil auch richtig, denn die Hausratversicherung deckt alle Schäden, die durch auslaufendes Leitungswasser verursacht wurden. Ein gefluteter Keller im Zuge einer Naturkatastrophe ist aber nicht mit Leitungswasser gefüllt, so dass die Hausratversicherung nicht leisten muss.
Wenn Sie wissen möchten, was Sie Elementarschadenversicherung konkret kosten würde, können Sie einen unverbindlichen Onlinevergleich zur Elementarschadenversicherung hier durchführen: Wohngebäudeversicherung Vergleich (Klick)

Wer zahlt bei Regenwasser die Wohnung beschädigt?

Wenn Regenwasser in die Wohnung eingedrungen ist, könnte dies ein Fall für die Hausratversicherung sein. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Regen durch ein eingedrücktes Fenster oder ein (teil-)beschädigtes Dach gekommen ist.
Wenn Sie einen Schaden in Ihrer Wohnung haben, weil Sie evtl. vergessen haben das Fenster zu schließen, ist dies selbstverständlich kein Fall für die Hausratversicherung. Auf diesen Kosten bleiben sie selbstverständlich sitzen, da Sie Ihr Objekt auch ausreichend schützen müssen.
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Im Wasser steckengebliebenes Auto

Wenn Ihr Fahrzeug im Wasser steckengeblieben ist, erhalten Sie den Schaden von Ihrer Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung ersetzt. Dies setzt jedoch voraus, dass Sie nicht mutwillig den Schaden herbeigeführt haben. Sollten Sie z.B. bewusst eine Unterführung gewählt haben, die bereits geflutet war, haben Sie sich schuldhaft verhalten. Die Autoversicherung kann in einem solchen Fall die Leistung verweigern und hat in solchen Fällen bereits auch schon dies über gerichtliche Urteile bestätigt bekommen (AZ: 7 U 53/99).
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Was tun um Schadensfall

Was Sie im Schadensfall auf jeden Fall tun sollten ist zu versuchen, dass Sie schadensmindernde Maßnahmen ergreifen. Informieren Sie z.B. kurzfristig die Feuerwehr um den Keller zu leeren. Versuchen Sie auch Wertgegenstände zu sichern – aber setzen Sie hierfür Ihr eigenes Leben nicht billig aufs Spiel.
Wenn Sie den ersten Schock verarbeitet haben, sollten Sie unverzüglich Ihre Versicherung informieren. Stimmen Sie mit der Versicherung das weitere Vorgehen ab. Oft wird zur Schadensbegutachtung von der Versicherung ein Gutachter bestellt, der bei Ihnen vor Ort den Schaden aufnimmt und dokumentiert. Ich empfehle Ihnen jedoch, selbst eine Schadensaufnahme zu machen (Ergänzend) und den Bestand umfassend zu dokumentieren.
Ihr Versicherungsmakler oder –Mehrfachagent wird Ihnen bei der Abwicklung des Schadensfalls auf jeden Fall auch gern behilflich sein.

In der Hoffnung, dass Sie Ihr ganzes Leben nie Ihre Versicherung benötigen,

verbleibe ich bis zum nächsten Artikel

Ihr

Siegmar Bührle

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