Wirtschaftskrise und Bankenkriese – Wie sicher ist die Altersvorsorge

Kaum ein Tag ist in den letzen Wochen vergangen, ohne neue Hiobsbotschaft von den Finanzmärkten. Doch nicht nur Ihr Sparguthaben, auch die Altersvorsorge machen sich viele Anleger Sorgen. Wir raten Ihnen, wie auch Versicherungsverbände und Verbraucherschützer, Ruhe zu bewahren und überlegt zu handeln.

Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick über die Altersvorsorgeprodukte geben.

Die klassische Lebensversicherung und Rentenversicherung

Alle Versicherungssparpläne stehen unter einer strengen Kontrolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Das Geld der Sparer fließt in einen sogenannten Deckungsstock, der nur zu ca. 35% aus Aktien bestehen darf. Weil die Lebensversicherungsgesellschaften jeweils zum Jahreswechsel für das laufende Jahr gutschreiben, sind zumindest im Jahr 2008 noch keine großen Einbußen zu befürchten. Im kommenden Jahr droht jedoch bei vielen Anbietern ein Renditeknick. Experten der Versicherungsbranche vermelden: Bei einer durchschnittlichen Überschussbeteiligung von rund 4,4% in der Branche sein im Schnitt nur mit Rückgängen von 0,2 bis 0,4% zu rechnen. Sollte der Lebensversicherer pleite gehen, so brauchen Sie sich als Kunde keine Sorgen zu machen. In einem solchen Fall springt eine Sicherungseinrichtung namens Protektor als Rettung ein.

Fondsgebundene Lebensversicherung und Rentenversicherung

Versicherungen, bei denen die eingezahlten Beiträge (abzüglich der Versicherungskosten) in einen Investmentfonds investiert werden, sind den Risiken der Kapitalmärkte direkt ausgesetzt. Die genauen Auswirkungen auf die Versicherungsleistungen sind sehr stark Vertragsabhängig, bzw. abhängig von Anlageziel der Versicherung. Wenn Sie hierzu eine genaue Einschätzung haben möchten, neben Sie Kontakt mit Ihrer Versicherung auf. Der Vorteil bei fondsgebundenen Versicherungen ist, dass das Deckungskapital als Sondervermögen verwaltet wird, das heißt bei einer Insolvenz der Versicherung geschützt ist. Um das komplette Kapital zu verlieren, müssten sämtliche Gesellschaften in die der Investmentfonds investiert hat pleite machen  – und das ist unwahrscheinlich.

Betriebliche Altersvorsorge

Wer in eine Pensionskasse, in der Regel über ein Tochterunternehmen von Versicherungsgesellschaften, eingezahlt hat, kann im Fall einer Insolvenz auch auf die Auffanggesellschaft der Versicherung zurückgreifen. Bei den klassischen Pensionskassen muss nach Angaben des Branchenverbands dagegen das Trägerunternehmen für den Kapitalerhalt geradestehen. Geld auch diese in die Insolvenz, helfen sich die unterschiedlichen hinter den Pensionskassen stehenden Versicherungen über eine solidarische Umlage. Das Geld ist somit relativ gut gesichert.

Riester-Rente

Beim Abschluss einer klassischen Riester-Rente Versicherung, die unter anderem mit Zulagen vom Staat gefördert wird, greift auch das Sicherungssystem der klassischen Lebensversicherungen und Rentenversicherungen. Bei Riester-Banksparplänen gilt demnach die Einlagensicherung des jeweiligen Geldinstituts, sowie die genannte Garantie der Bundesregierung für Sparguthaben in vollem Umfang.

Bausparverträge

Die rund 26 Millionen Bausparer in Deutschland können sich nach Angaben des Verbands Privater Bausparkassen entspannt zurücklehnen. Die Bausparkassen handeln weitgehend unabhängig von den Kapitalmärkten und finanzieren sich aus einem geschlossenen Spar- und Finanzierungskreislauf. Den Bausparkassen ist es darüber hinaus verboten, in Risiko-Anlagen zu investieren. Unter diesem Hintergrund zählen Bauspardarlehen zu den sichersten Darlehn überhaupt. Für den Insolvenzfall sind private Bausparkassen doppelt abgesichert: Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, sowie für einen eigenen Sicherungsfonds. Dieser garantiert Bauspareinlagen in unbegrenzter Höhe und schützt.

Fazit zur Altersvorsorge im Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Finanzkriese

Die deutschen Anlageprodukte für die private Altersvorsorge sind weitestgehend umfassend abgesichert. Fast für alle Produkte gibt es ein mehrstufiges Sicherungssystem, das im Fall der Fälle greift. Um die unterschwellig vorhandene Unsicherheit zu entkräften und die Sicherheit des deutschen Finanzmarktes zu stärken, hat die Bundesregierung eine schon fast allumfassende Garantie für private Anleger abgegeben.
Ich denke, dass wir einer interessanten Zeit, voller Chancen entgegen gehen. Auch wenn im aktuellen Umfeld alle von den aktuellen Geschehnissen an den Börsen sehr verunsichert sind, sollte man sich von der aktuellen Unsicherheit nicht anstecken lassen. Es war nicht die erste Kriese und es wird auch nicht die letzte Kriese bleiben. Behalten Sie einen kühlen Kopf, überstürzen Sie keine Entscheidungen.

Ihr
Siegmar Bührle

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