Welche Versicherungen zahlen bei Schäden durch Silvesterknaller

Das Jahr 2012 neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Es sind nur noch wenige Stunden, bis die Silvesterknaller wieder die Luft verpesten und die Raketen in den Himmel schießen. Nicht selten werden hierbei auch Schäden an Häusern, Autos, etc. verursacht. Dann ist der Spaß meistens schnell vorbei, denn dann steht immer die Frage im Raum, wer kommt für den Schaden auf?

Werden die Kosten für die Beseitigung des Schadens von einer Versicherung übernommen? Welche Versicherung übernimmt welche Kosten? Oder muss man sich den Vorwurf „grober Fahrlässigkeit“ gefallen lassen?

Diese Versicherungen greifen bei Silvesterschäden ein!

Mit dem Vorwurf der „groben Fahrlässigkeit“ konnten früher Versicherungsgesellschaften nach einem Feuer die Regulierung eines Schadens komplett verweigern. Seit 2009 hat jedoch der Gesetzgeber für alle Verträge eine verbraucherfreundlichere Regelung vorgeschrieben: Bei „grober Fahrlässigkeit“ muss seitdem berücksichtigt werden, wie groß die Schuld des Versicherten war, so dass Schäden zumindest teilweise noch von der Versicherung übernommen werden müssen. Ganz besonders bei Silvesterschäden kann das für die Versicherten ein erheblicher Vorteil sein!

Bei Schäden in der Wohnung:

Wenn ein Tischfeuerwerk ein Feuer in der Wohnung auslöst, dann ist das ein Fall für die Hausratversicherung. Der Vorwurf der groben Fahrlässigkeit könnte hier aufkommen, wenn der Versicherte betrunken gezündelt hat oder Feuerwerkskörper für draußen in der Wohnung verwendet hat.

Fliegt hingegen eine Rakete in die Wohnung, dann ist dies ebenfalls ein Fall für die Hausratversicherung. Es kann aber sein, dass diese dann die private Haftpflichtversicherung des Verursachers mit ins Boot nimmt.

Bei Schäden am Haus:

Schäden am Dach oder den Mauern aufgrund eines Feuerwerkskörpers sind durch die Wohngebäudeversicherung gedeckt. Können verantwortliche ermittelt werden, was meist einfach nicht möglich ist, dann auch hier die Verursacher in Regress genommen. In einem solchen Fall springt dann wieder die private Haftpflichtversicherung des Verursachers, sofern vorhanden, ein.

Die Wohngebäudeversicherung springt auch für Schäden ein, wie durch klassischen Silvesterunfug entstehen, wenn z.B. Knallfrösche in Briefkästen gezündet werden. Hier gilt gleiches wieder, dass nach Möglichkeit der Verursacher selbst dafür Haftbar gemacht wird und die Versicherungen Regress fordern.

Schäden am Auto:

Fliegt der Rest einer Silvesterrakete auf das Auto und beschädigt es, so können für diese Schäden auch wieder der Raketen-Zünder oder seine Haftpflichtversicherung zur Kasse gebeten werden. Lässt sich jedoch kein verantwortlicher ermitteln, dann übernimmt die Teilkaskoversicherung des Autos den Schaden. Wer nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung hat, bleibt selbst auf dem Schaden sitzen.

Gesundheitsschäden:

Brandverletzungen sind in der Silvesternacht ein beliebter Grund für einen Arzt-, oder Krankenhausbesuch. Wer hier medizinische Versorgung benötigt, brauch sich zumindest wegen den Kosten keine Gedanken machen, denn diese werden sowohl von den gesetzlichen, wie auch von den privaten Krankenversicherungen, übernommen. War an dem Unglück ein anderer Schuld, werden die Versicherungen versuchen – sofern möglich – den Verursacher in Regress zu nehmen.

Bei dauerhaft bleibenden Schäden, wie etwa dem Verlust einer Hand, hilft die private Unfallversicherung. Doch auch hier kann es passieren, dass Sie sich z.B. bei einem erhöhten Alkoholpegel eine Leistungsminderung gefallen lassen müssen. Je nach Promillegehalt bis hin zur kompletten Leistungsverweigerung, da eine „Bewustseinsstörung“ vorlag. Eine solche „Bewustseinsstörung“ sah das Oberlandesgericht Köln bei 1,63 Promille als gegeben an (Az: 5 W 117/06), so dass Sie auch hier keinen Freibrief haben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine angenehme und schadensfreie Silvesternacht, und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2013

Ihr

Siegmar Bührle

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