Die AbgeltungsSteuer – ein Albtraum wird Wirklichkeit – Teil (3)

Nachdem ich zwischendurch einen Beitrag über die Riester-Rente schieben musste, gibts heute den Abschlussbeitrag der Serie zur Abgeltungssteuer. Es geht um:

  • Aktien und Aktienfonds, die Verlierer
  • Laufzeitfonds
  • Superfonds als Kapitalanlage
  • Wie die Fonds steuern sparen

Verlierer: Aktien und Aktienfonds

Die Steuerreform macht insbesondere Aktien und Aktienfonds zu Verlierern, denn hier werden zusätzlich zu den Kursgewinnen auch die Dividendenerträge voll besteuert. Im Vergleich stehen festverzinsliche Produkte, etwa Anleihen oder Bundesschatzbriefe, besser da. Experten erwarten hier bald einen wahren Boom und Run auf diese Produkte, und auch die Finanzindustrie wappnet sich für den Andrang.
Während deutsche Aktien und Aktienfonds also zu den Verlierern gehören, sieht es für diese Assetklassen nicht komplett düster aus. Hinsichtlich der Dividende, besonders anachronistisch, kann es für Anleger bald günstiger sein, ausländische Aktien zu kaufen, oder Fonds, die ihren Schwerpunkt in Auslandsaktien – global, europäisch und in vielen anderen Regionen – haben. Dort fällt statt der Abgeltungs- die günstigere Quellensteuer an. „Aber die deutschen Titel bleiben ja nicht auf der Straße liegen”, sagt Aktionärsschützer Kurz. Wenn hiesige Privatanleger sie künftig seltener kauften, nähmen ausländische Investoren sie eben ins Depot Besonders die dividendenstarken DAX-Werte könnten so zunehmend in ausländische Hände gelangen. Für Investoren in anderen Ländern gilt die deutsche Abgeltungssteuer nämlich nicht.

Laufzeitenfonds

Einmal investieren und dann nicht mehr drum kümmern: So könnten Laufzeitenfonds charakterisiert werden. Ideal zur Altersvorsorge geeignet denn die Fonds passen sich im Laufe der Zeit den finanziellen Bedürfnissen der Anleger an. Das Management diversifiziert in verschiedene Assetklassen und setzt die Prioritäten passend zur Laufzeit Am An fang, quasi zum Vermögensaufbau, werden risiko- und ertragreichere Investments in Aktien getätigt, zum Ende hin werden sämtliche Risiken eliminiert und sicherere, aber eben auch renditeschwächere Anlagen bevorzugt. Damit ist sichergestellt, dass das bereits angehäufte Vermögen nicht verloren geht.

Superfonds

Während Laufzeitenfonds dem Lebensalter und den daraus ableitbaren finanziellen Bedürfnissen folgen, orientieren sich Superfonds vor allem an Renditechancen. Hier stehen dem Fondsmanagement fast alle Assetklassen offen. Wie bei einem guten Buch, bei dem sich Spannung, Drama und Spaß die Waage halten, macht beim Superfonds die richtige Kombination des Portfolios den entscheidenden Unterschied. Das Spektrum der Anlageklassen, die infrage kommen, ist schier unbegrenzt Von Währungen, über Rohstoffe, Aktien bis hin zu alternativen Investments, dem Fondsmanagement ist erlaubt, was Rendite bringt.
Ein Vergleich unter den verschiedenen Investmentfonds ist indes schwierig, steht und fällt doch alles mit der Fähigkeit und Erfahrung des Fondsmanagements. Denn die Freiheit bei den Assetklassen bedeutet noch lange nicht, dass die Entscheidungen für Investments erfolgreich sind. Folglich sind Anleger gehalten, darauf zu achten, ob der Fonds ihrem persönlichen Chance/Risiko-Profil entspricht Auf jeden Fall, darin sind sich auch die Experten einig, sind Superfonds eine geeignete Basis für den langfristigen Renditeaufbau.

Wie die Fonds Steuern sparen

Die Basis, die Abgeltungssteuer zu sparen, liegt also im Wesentlichen darin, die Anlagestrategie einem Fondsmanagement zu überlassen. Wer es selbst unternimmt, sein Depot neuen Gegebenheiten durch Kauf und Verkauf anzupassen, unterliegt immer der Abgeltungssteuer. Ganz anders bei diesen Fonds: Der Wechsel von einer Assetklasse zur anderen ist innerhalb dieser Konstrukte steuerbefreit. Hier liegt der Vorteil dieser Fonds, der Nachteil und damit auch der Hauptvorwurf der Kritiker der Abgeltungssteuer lautet dass die Anleger entmündigt würden. Schlechte Fondsmanager müssen weniger als bisher fürchten, Geldabflüsse aufgrund schlechter Performance zu riskieren. Denn jede Flucht aus einem schlechten Produkt in ein besseres wird mit der Abgeltungssteuer von bis zu 28% bestraft Ein Dilemma, das kaum aufzulösen scheint, andere Finanzplätze freuen steh.

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