Die AbgeltungsSteuer – ein Albtraum wird Wirklichkeit – Teil (2)

Heute gehts mit der Serie zur Abgeltungssteuer weiter. Themen werden heute sein:

  • Gut gedacht – die Umsetzung ist aber mangelhaft
  • Depotumschichtungen werden künftig teurer
  • Verlierer sind die Langfristanleger

Gut gedacht -Umsetzung: mangelhaft

Die Besteuerung sollte einfacher, transparenter und auch gerechter werden. Statt alle zwölf Monate in der Einkommenssteuererklärung detailliert Kurs- und Zinsgewinne, Kosten für Hauptversammlungen und Freibeträge aufzuführen, sollten die Gewinne pauschal abgerechnet werden, weniger Verwaltung und trotzdem zusätzliches Steueraufkommen. Herausgekommen ist eine schwierige Regelung, bei der Experten vor allem die Höhe stört. International wäre allgemein ein Steuersatz von 15% – diese Meinung vertritt beispielsweise das Deutsche Aktieninstitut -angesehen worden. So kann sich der Anleger gegen die Abgeltungssteuer ebenso wenig schützen, wie der normale Angestellte gegen die Lohnsteuer. Denn wie auch beim Gehalt wird die Steuer automatisch ans Finanzamt überwiesen, keine Chance auf Steuergestaltung. Die Finanzinstitute und Banken sind bei Kapitalanlagen verpflichtet, die Gelder direkt an die Finanzverwaltung weiterzureichen. Wie bisher können allerdings Freistellungsaufträge erteilt werden. Der bisher bekannte Sparer-Freibetrag wird dabei durch den so genannten Sparer-Pauschbetrag abgelöst. Dieser beträgt 801 Euro für den Einzelnen und für Ehegatten 1.602 Euro.

Depotumschichtung künftig teurer

Die Depotumschichtung wird für Privatanleger künftig wesentlich” teurer, da auf jeden Verkauf von Fondsanteilen oder Aktien die Abgeltungssteuer fällig wird. Um dem zu entgehen, sollte das eigene Depot noch in diesem Jahr wetterfest gemacht werden. Denn Ausnahmetatbestand: Wer die Papiere vor 2009 gekauft hat, bevor das neue Gesetz in Kraft tritt, der kann sich auch weiterhin über steuerfreie Kursgewinne nach Ablauf der Spekulationsfrist freuen.

Verlierer: Langfristanleger

Die Abgeltungssteuer trifft vor allem langfristig orientierte Investoren, für kurzfristige Anleger ändert sich hingegen nicht allzu viel. Diese Meinung vertritt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW} gegenüber der ZEIT: „Das private Vorsorgesparen fürs Alter wird deutlich teurer und ineffizienter als es bereits ist.” Die Aktienkultur, die bereits infolge des Crashs am Neuen Markt und der Folgen der Terroranschläge vom 11. September litt, könnte also weiter verlieren.
Der Bundesverband für Investment- und Assetmanagement (BVI) hat folgende Beispielrechnung aufgemacht: Ein Privatinvestor, der über drei Jahrzehnte jeden Monat 100 Euro in einen durchschnittlichen Aktienfonds mit 8% Rendite einzahlt, häuft so rund 150.000 Euro an, darunter stolze 134.000 Euro an Kursgewinnen. Laut BVI, der die Rechnung aufgestellt hat, konnte er sich davon bisher eine monatliche Zusatzrente von l.ooo Euro auszahlen lassen, 20 jähre lang. Künftig bezahlt er allein 32.000 Euro Abgeltungssteuer. Danach bleiben noch 770 Euro monatlich, fast ein Viertel weniger.

Abgeltungssteuer-Tipp

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