Heute geht’s in der Serie Kapitalanlagen in Zeiten der Finanzkriese um die Anlage in Aktien und Investmentfonds.

Wer sein Geld in Aktien oder Investmentfonds angelegt hat, steckt in einer schwierigen Situation. Die Kurse sind stark gefallen, und wer bisher nicht verkauft hat, dürfte unter Umständen erhebliche Verluste erleiden – sofern er nun verkauft.
Deshalb bedarf es einer genauen Analyse, welche der Wertpapiere Substanz haben, weil die Unternehmen eine erfolgreiche Strategie haben und weiter Gewinne erwirtschaften werden. Solche Aktien können im Depot liegen bleiben. Aktien, die diese Kriterien nicht erfüllen, können im Zweifel rausgeworfen werden, selbst wenn dabei ein Verlust entsteht. Einer der größten Anlagefehler ist, zu lange auf Schrottpapieren sitzenzubleiben. Trotzdem besteht kein Anlass zu hektischen Reaktionen.

Die meisten Experten raten derzeit noch ab, jetzt schon Aktien wieder neu Einzukaufen und ich teile diese Meinung zu 100%. Die Unsicherheit an den Börsen ist aktuell noch zu groß. Wer kauft, sollte die Aktie mit einem Stopp-Loss-Kurs versehen. Erreicht der Wert dieses niedrige Niveau, wird er automatisch verkauft. Sollten Sie jedoch bereits jetzt schon mit dem Gedanken spielen neu zu investieren, rate ich Ihnen zu breit anlegenden Investmentfonds. Investieren Sie jedoch nicht über einen fixen Einmalbeitrag, sondern legen Sie einen Investmentsparplan auf. Mit Sicht auf die nächsten 5 bis 10 Jahre sollte das eigentlich ein gutes Investment werden, und in kürzeren Zeiträumen sollten Sie sowieso nicht denken, wenn Sie an der Börse investieren.

Ihr
Siegmar Bührle

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